Gebrauchtes MacBook kaufen, worauf du vor dem Bezahlen achten solltest

MacAktualisiert

Bevor du für ein gebrauchtes MacBook bezahlst, prüfst du, ob es noch an den Apple Account des Verkäufers gebunden ist, ob die Seriennummer passt und die versprochene Abdeckung zeigt, und was Batterie und Reparaturverlauf sagen. Dann bezahlst du so, dass du geschützt bist.

Kurze Antwort

Bitte den Verkäufer, den Mac vor deinen Augen mit „Einstellungen und Inhalte löschen“ zu löschen. Laut Apple deaktiviert der Löschassistent „Wo ist?“ und die Aktivierungssperre. Prüf die Seriennummer unter „Über diesen Mac“ und auf checkcoverage.apple.com. Sieh dir die Batterieladezyklen und „Teile & Service“ an. Zahl über die offiziellen Bezahlsysteme der Plattform, nie per Vorkasse an Unbekannte.

Ist das MacBook noch an den Apple Account des Verkäufers gebunden?

Laut Apple ist mit der Aktivierungssperre das Apple Account-Passwort oder der Gerätecode des Eigentümers erforderlich, um „Wo ist?“ zu deaktivieren, den Mac zu löschen oder ihn erneut zu aktivieren und zu verwenden.

Der Test ist das Löschen vor deinen Augen. Laut Apple meldet der Löschassistent bei allen Apple-Diensten wie iCloud ab, deaktiviert „Wo ist?“ und die Aktivierungssperre und löscht alle Benutzeraccounts und Daten. Danach zeigt der Mac „Hallo“ an und kann für neue Benutzer:innen eingerichtet werden. Fordert der Mac stattdessen den Apple Account und das Passwort, mit dem er eingerichtet wurde, ist er laut Apples Anleitung zur Aktivierungssperre noch gebunden.

Ist der Verkäufer nicht dabei und der Mac offline, kann er laut Apple die Aktivierungssperre auf icloud.com/find mit „Dieses Gerät entfernen“ aufheben. Hast du einen Kaufbeleg, kannst du laut Apple eine Supportanfrage zur Aktivierungssperre stellen. Heb also Beleg oder Chatverlauf auf. Gehört der Mac einem Unternehmen oder einer Bildungseinrichtung, verweist Apple an deren IT-Abteilung. Mehr zur Funktionsweise steht in Mac Activation Lock, explained (Englisch).

Wie prüfst du die Seriennummer eines MacBook?

Such sie auf dem Mac und vergleich sie mit dem, was dir gesagt wurde. Apple nennt mehrere Stellen:

  1. „Über diesen Mac“. Apple-Menü > „Über diesen Mac“ zeigt Modellnamen und Seriennummer.
  2. Systeminformationen. Halte die Wahltaste gedrückt, wähl Apple-Menü > „Systeminformationen“ und dann „Hardware“. Dort stehen Seriennummer, Modell-Identifizierung und Modellnummer.
  3. Auf dem Gehäuse. Laut Apple ist eine Seriennummer normalerweise auf der Unterseite des Mac in der Nähe der Konformitätszeichen aufgedruckt, eventuell auch auf der Originalverpackung neben einem Barcode-Etikett.

Laut Apple ist die aufgedruckte Seriennummer möglicherweise nicht mehr aktiv, wenn die Hauptplatine bei einer Reparatur ausgetauscht wurde. Die aktuelle kann in den Reparaturunterlagen stehen. Passen die Nummern nicht zusammen, frag nach.

Gib die Seriennummer auf checkcoverage.apple.com ein. Laut Apple findest du so den genauen Modellnamen, und dort kannst du die AppleCare-Abdeckung online überprüfen. Auf dem Mac ist Apples Weg „Systemeinstellungen“ > „Allgemein“ > „AppleCare & Garantie“. Erwähnt der Verkäufer einen AppleCare-Plan, kann er ihn laut Apple auf einen neuen Eigentümer übertragen.

Was sagt die Zahl der Batterieladezyklen?

Wie stark die Batterie schon genutzt wurde. Laut Apple können Batterien eine begrenzte Anzahl von Ladezyklen durchlaufen, bevor eine Abnahme ihrer Leistung zu erwarten ist, und die Batterie ist so konzipiert, dass sie bei der maximalen Anzahl der Zyklen bis zu 80 % ihrer ursprünglichen Ladekapazität beibehält.

  1. Halte die Wahltaste gedrückt, klick auf das Apple-Menü und wähl „Systeminformationen“.
  2. Wähl im Bereich „Hardware“ die Option „Stromversorgung“.
  3. Die Zahl der Zyklen steht unter „Batterie-Informationen“.

Vergleich sie mit dem Höchstwert, den Apple auf derselben Seite für das Modell nennt.

Wurde das MacBook repariert, und mit welchen Teilen?

Auf neueren Macs siehst du es selbst. Laut Apple zeigt „Teile & Service“ auf einem Mac mit Apple Chip und macOS Tahoe 26 oder neuer, ob eine Reparatur mit Originalteilen von Apple durchgeführt wurde.

  1. Wähl Apple-Menü > „Systemeinstellungen“.
  2. Klick in der Seitenleiste auf „Allgemein“ und rechts auf „Über“.
  3. Klick auf „Teile & Service“. Laut Apple wird diese Option nur angezeigt, wenn der Mac erkennt, dass er repariert wurde.

Apples Meldungen sind „Original“, „Unbekannt“ (zum Beispiel ein nicht originales Teil), „Nicht verifiziert“ (eine ausgetauschte Hauptplatine) und „Gebraucht“ (ein Teil, das schon in einem anderen Mac verbaut war).

Auch Teile können gesperrt sein. Laut Apple kann ein zuvor verwendetes Teil wie eine Batterie, ein integriertes Display, eine Frontkamera oder ein Touch ID-Sensor mit dem Apple Account einer anderen Person verknüpft sein. Solange es nicht entsperrt ist, deckt die eingeschränkte Apple-Garantie oder ein AppleCare-Vertrag es nicht ab, du kannst das Gerät nicht in Zahlung geben, und Apple kann nicht helfen, die Sperre zu entfernen.

Bekommt es noch Sicherheitsupdates?

Prüf das vor dem Kauf. Das BSI rät bei mobilen Geräten, die automatische Update-Funktion zu aktivieren oder regelmäßig zu prüfen, ob Aktualisierungen verfügbar sind, weil viele Angriffe auf Sicherheitslücken zielen, die erst ein Update schließt. Welche Macs aktuell Updates bekommen, steht in Wie lange bekommt dein MacBook Sicherheitsupdates?.

Wie bezahlst du ein gebrauchtes MacBook?

So, dass du dein Geld zurückholen kannst. Die Polizeiliche Kriminalprävention rät, bei Privatkäufen immer die offiziellen Bezahlsysteme der Plattformen zu nutzen, die oft einen Käuferschutz bieten, und vorher die Bedingungen zu lesen. Überweise niemals Geld vorab per Banküberweisung oder mit „Freunde und Familie“ bei PayPal, wenn du den Verkäufer nicht persönlich kennst. Die Verbraucherzentrale sagt dasselbe zu „Freunde & Familie“: Diese Option bietet keinen Käuferschutz.

Kenn deine Rechte. Laut Verbraucherzentrale können bei Privatkäufen abweichende Vereinbarungen greifen und die Gewährleistungsrechte ausgeschlossen werden. Lies deshalb das Inserat genau. Die Verbraucherzentrale rät, im Zweifel alle Schritte zu dokumentieren, am besten per Foto oder Video.

Bist du betrogen worden, nennt die Verbraucherzentrale diese Schritte: Anzeige bei der Polizei, das Portal informieren, Zugangsdaten ändern, Bank oder Zahlungsdienstleister kontaktieren und Beweise sichern.

Wo Failshot passt

Ein gebrauchter Mac, frisch eingerichtet, ist für dich ein neuer Mac, mit deinen Accounts vom ersten Tag an. Dein Passwort ist die erste Ebene. Failshot ist die zweite: eine zweite Sicherheitsebene für den Moment, in dem sich jemand an deinen Mac setzt und ihn entsperrt.

Ist Failshot eingeschaltet, fotografiert es die Person, die deinen Mac entsperrt, nimmt mit Pro danach ein 5-Sekunden-Video auf, und sein Fenster sagt der Person, dass die Entsperrung fotografiert wurde. Schalte mit Pro Benachrichtigungen ein, und Failshot schickt dir eine E-Mail zu einer Entsperrung, die du nicht als deine bestätigst.

Failshot läuft auf macOS 14 oder neuer. Kostenloser Download. Kostenlos nutzbar. Pro fügt Video, E-Mail-Warnungen und den verschlüsselten Tresor hinzu. Pro kannst du 7 Tage kostenlos testen. Deine Karte wird bei der Anmeldung hinterlegt und am 8. Tag belastet, wenn du nicht vorher kündigst. Der Test läuft über failshot.app, für den Mac. Die App ist auf Englisch. Versionen für iPhone, Android und Windows folgen bald.

Weitere Fragen

Kann ich die Aktivierungssperre vor dem Kauf prüfen?

Ja, mit dem Mac vor dir. Bitte den Verkäufer, ihn zu löschen. Zeigt der Mac danach „Hallo“ und lässt sich einrichten, ohne den Apple Account des Vorbesitzers zu verlangen, ist er nicht mehr an ihn gebunden. Fragt er danach, ist er laut Apple noch gesperrt und wird mit diesem Apple Account und Passwort oder dem Gerätecode freigegeben.

Was, wenn ich schon einen gesperrten Mac gekauft habe?

Bitte den Verkäufer, ihn auf icloud.com/find zu entfernen. Hast du einen Kaufbeleg, kannst du laut Apple eine Supportanfrage zur Aktivierungssperre stellen.

Soll ich ein gebrauchtes MacBook nach dem Kauf zurücksetzen?

Wurde es nicht vor deinen Augen gelöscht, ja. Laut Apple setzt „Einstellungen und Inhalte löschen“ den Mac auf die Werkseinstellungen zurück. Die Schritte stehen in MacBook zurücksetzen vor dem Verkauf.

Was ist bei Kleinanzeigen am sichersten?

Laut Verbraucherzentrale ist die persönliche Übergabe mit Barzahlung wohl nach wie vor am sichersten.

Quellen