MacBook verkaufen: was beachten, und welche Betrugsmaschen es gibt
Wer ein altes MacBook sicher verkaufen will, löscht es vorher, wickelt Zahlung und Kommunikation über die offiziellen Wege der Plattform ab und verschickt erst, wenn das Geld da ist. Die Maschen gegen Verkäufer:innen drehen sich meist um Zahlungen, die echt aussehen und es nicht sind: falsche Zahlungslinks, QR-Codes als „Zahlungsbestätigung“ und zurückgebuchte Überweisungen.
Kurze Antwort
Bezahlen und kommunizieren über das Portal, keine Links oder QR-Codes von Kaufinteressierten öffnen, nie Kartendaten, Passwörter oder TANs herausgeben. Laut Verbraucherzentrale bekommst du bei echten Zahlungsdiensten Geld, ohne etwas bestätigen zu müssen. Verschick erst nach Geldeingang. Im Betrugsfall: Anzeige bei der Polizei, Portal informieren, Bank oder Zahlungsdienst kontaktieren.
Was tust du, bevor du das MacBook anbietest?
Lösch es, damit die Käuferin oder der Käufer einen sauberen Mac bekommt und nichts von deinen Daten. Apple rät, ein Backup zu erstellen und den Mac dann mit „Einstellungen und Inhalte löschen“ auf die Werkseinstellungen zurückzusetzen. Laut Apple deaktiviert der Löschassistent dabei „Wo ist?“ und die Aktivierungssperre. Die Schritte stehen in MacBook zurücksetzen vor dem Verkauf. Ist der Mac durch einen AppleCare-Plan abgedeckt, kannst du ihn laut Apple kündigen oder auf den neuen Eigentümer übertragen. Schon verkauft, ohne zu löschen? Siehe Mac aus der Apple ID entfernen.
Das BSI beschreibt in seiner Anleitung zum sicheren Löschen für den Mac denselben Löschassistenten in den Systemeinstellungen. Es rät, vorher ein Backup des Systems oder der wichtigen Daten anzulegen.
Welche Maschen treffen Verkäufer:innen?
Die Verbraucherzentrale nennt sechs Maschen beim Verkaufen auf Kleinanzeigen-Portalen:
- Kreditkarten-Falle. Angeblich ist die Zahlung wegen falscher Daten fehlgeschlagen, und du bekommst einen Link zu einer gefälschten Zahlungsseite, auf der du deine Kreditkartendaten eingeben sollst. Laut Verbraucherzentrale existierte die Zahlung nie.
- QR-Code-Masche. Du bekommst ein Bild mit einem QR-Code als angebliche Zahlungsbestätigung. Er führt zu einer gefälschten Website, die sensible Daten abfragt.
- „Sicher bezahlen“-Falle. Ein Link führt zu einer nachgebauten Seite, auf der du Kreditkarten- oder PayPal-Daten eingeben sollst, angeblich um die Zahlung zu erhalten.
- Käuferschutz ausnutzen. Jemand zahlt mit PayPal-Käuferschutz und eröffnet nach Erhalt einen Beschwerdefall, obwohl du ordnungsgemäß verschickt hast.
- Dreiecks-Betrug. Die Zahlung kommt von einem gehackten Bankkonto, wird zunächst gutgeschrieben und kurz darauf zurückgebucht. Das MacBook ist da schon unterwegs.
- Transportkosten-Falle. Du sollst Transportkosten vorstrecken, etwa über einen externen Dienst. Laut Verbraucherzentrale werden sie nie erstattet, und die Ware wird nie bezahlt.
Wie erkennst du eine falsche Zahlungsbestätigung?
Prüf nicht die Nachricht, prüf dein Konto. Ein Screenshot, eine E-Mail im Look eines Zahlungsdiensts, ein Link oder ein QR-Code beweisen nichts. Die Verbraucherzentrale sagt dazu: Bei echten Zahlungsdiensten bekommst du Geld, ohne dafür etwas bestätigen zu müssen.
- Schließ die Nachricht. Öffne keinen Link und scanne keinen QR-Code daraus.
- Öffne deine Banking-App oder deinen Zahlungsdienst selbst, so wie immer.
- Such das Geld dort. Ist es nicht auf deinem Konto, bist du nicht bezahlt.
- Verschick erst danach. Die Verbraucherzentrale rät, Ware erst nach Geldeingang zu verschicken.
Die Polizeiliche Kriminalprävention rät bei unerwarteten Nachrichten: Folge niemals Links in Nachrichten, die du nicht selbst angefordert hast, und teile Aktivierungscodes für mobiles Bezahlen niemals mit Dritten.
Wie lässt du dich sicher bezahlen?
Bleib auf der Plattform. Die Verbraucherzentrale rät, ausschließlich über das Portal zu bezahlen und zu kommunizieren und keine Links, QR-Codes oder externen Seiten zu nutzen. Kreditkarteninformationen, Passwörter oder TANs gibst du niemals an Dritte weiter.
Laut Verbraucherzentrale ist die persönliche Übergabe mit Barzahlung wohl nach wie vor am sichersten. Bei Schecks und Überweisungen rät sie zur Vorsicht: Schecks können platzen.
Für Online-Auktionen rät die Polizeiliche Kriminalprävention, das Geschäft bis zum Zuschlag über das Auktionshaus abzuwickeln. Wer außerhalb der Plattform handelt, verliert laut Polizei den Schutz des Auktionshauses.
Wie verschickst du das MacBook sicher?
- Warte, bis die Zahlung auf deinem Konto eingegangen ist.
- Dokumentier den Versand. Die Verbraucherzentrale rät, zu filmen, wie du das Paket packst, und im Idealfall eine weitere Person als Zeugen hinzuzuziehen. Im Streitfall hast du dann einen belastbaren Beleg.
- Heb Chats, E-Mails und Zahlungsbelege auf. Die Verbraucherzentrale rät, alle Schritte zu dokumentieren, am besten per Foto oder Video.
- Gib keine sensiblen Daten heraus und bleib bei den Kommunikationswegen der Plattform.
Ungewöhnliche Forderungen oder Eile sind laut Verbraucherzentrale ein Warnsignal. Ihr Rat: lieber abbrechen, als auf die Masche reinzufallen.
Was tust du, wenn du betrogen wurdest?
Die Verbraucherzentrale nennt diese Schritte:
- Anzeige bei der Polizei erstatten.
- Das Portal informieren und das betrügerische Profil melden.
- Zugangsdaten ändern und Passwörter sofort austauschen.
- Bank oder Zahlungsdienstleister kontaktieren und prüfen, ob Zahlungen rückgängig gemacht werden können.
- Beweise sichern: Screenshots von Chats, E-Mails und Transaktionen speichern.
Bei der „Sicher bezahlen“-Falle ist eine Rückbuchung durch die Bank laut Verbraucherzentrale in der Regel nicht möglich. Im Betrugsfall rät sie außerdem, Zahlungswege sperren zu lassen.
Wo Failshot passt
Der alte Mac ist verkauft. Auf dem neuen sind jetzt dein Banking, deine E-Mails und deine Accounts. Dein Passwort ist die erste Ebene. Failshot ist die zweite: Ist es eingeschaltet, fotografiert es die Person, die deinen Mac entsperrt, und nimmt mit Pro danach ein 5-Sekunden-Video auf. Failshot läuft auf macOS 14 oder neuer. Kostenloser Download. Kostenlos nutzbar. Pro fügt Video, E-Mail-Warnungen und den verschlüsselten Tresor hinzu. Pro kannst du 7 Tage kostenlos testen. Deine Karte wird bei der Anmeldung hinterlegt und am 8. Tag belastet, wenn du nicht vorher kündigst. Der Test läuft über failshot.app, für den Mac. Die App ist auf Englisch. Versionen für iPhone, Android und Windows folgen bald.
Weitere Fragen
Soll ich eine Überweisung annehmen, wenn ich mein MacBook verkaufe?
Die Verbraucherzentrale rät bei Überweisungen zur Vorsicht und beschreibt Zahlungen von gehackten Konten, die zurückgebucht werden. Prüf den Eingang in deinem eigenen Konto, nicht auf einem Screenshot, bevor du das MacBook übergibst oder verschickst.
Ein Käufer schickt mir einen Link, um die Zahlung zu bestätigen. Was nun?
Nicht öffnen. Laut Verbraucherzentrale bekommst du bei echten Zahlungsdiensten Geld, ohne etwas bestätigen zu müssen, und Links zu angeblichen Zahlungsseiten zielen auf deine Kartendaten.
Ist Barzahlung bei Übergabe sicherer?
Laut Verbraucherzentrale ist die persönliche Übergabe mit Barzahlung wohl nach wie vor am sichersten.
Wo melde ich einen Betrug beim Verkauf?
Erstatte Anzeige bei der Polizei, melde das Profil dem Portal und kontaktier deine Bank oder deinen Zahlungsdienst. Sichere vorher Screenshots von Chats, E-Mails und Transaktionen, wie die Verbraucherzentrale rät.
Quellen
- Betrug mit Kleinanzeigen: Diese Maschen sollten Sie kennen, Verbraucherzentrale
- Secondhand-Verkauf: Gebrauchtes online sicher und erfolgreich verkaufen, Verbraucherzentrale
- Internet-Auktionen, Polizeiliche Kriminalprävention (polizei-beratung.de)
- Betrug beim mobilen Bezahlen, Polizeiliche Kriminalprävention (polizei-beratung.de)
- Daten sicher löschen, Schritt für Schritt erklärt, BSI
- Durchzuführende Schritte, bevor du einen Mac verkaufst, weitergibst, in Zahlung gibst oder recycelst, Apple Support (DE)
- Löschen deines Mac, Mac Benutzerhandbuch, Apple Support (DE)